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Beispiel:

Das nebenstehende Bild (D7100, ISO-400, Blende F/6.3, Brennweite 170mm, Automatik mit Messmodus Mehrfeld) zeigt einen dunsti- gen, kontrastarmen Blick von Bardolino über den Gardasee Richtung Südwest. Als JPG-Bild hätte ich es wahrscheinlich gelöscht, denn in Natura war der Blick nicht so kontrastarm und wärmer. Daher habe ich es als Testbild ausgewählt und es mit den o. a. Programmen entwickelt. Den Weißabgleich habe bei allen Bildern mit der Pipette am Schiffsrumpf durchgeführt. Für jede Entwicklung habe ich mir je Bild maximal 60 Sekunden zuge- standen, bei Luminar und AffinityPhoto 180 Sekunden, weil ich dort kaum RAW-Bilder entwickle. Mein Testergebnis (Ausschnittsvergrößerung des verlinkten Bildes: 64%):
Teleaufnahme mit Nikon-Zoomobjektiv DX 18-200mm 1:3,5-5,6
Bei einer Ausschnittsvergrößerung von 100% würde der Qualitätsvorsprung der Stan- dardentwicklung von DXO-PhotoLab und der Adobe-Tools insbesondere in der Detail- treue noch viel deutlicher, aber eine 1:1-Darstellung ist ja nicht das Ziel. Aber auch bei den lokalen Nachbearbeitungen sind die Leistungsreserven dieser Tools durch die hochwertige RAW-Entwicklung deutlich größer. Durch gezielte Korrekturen kann man in allen Tools das Ergebnis noch erheblich ver- bessern und der Unterschied würde vielleicht geringer ausfallen. Aber dann wird der Bearbeitungsaufwand sehr viel größer, denn zum Beispiel bei der Aufhellung von Schatten und im Farbkontrast zeigen sich hier erhebliche Leistungsunterschiede.

Ein paar Anmerkungen zur Entwicklung von JPG-Dateien:

Im obrigen Fall sind die Farbwerte der Lightroom-Entwicklung für RAW- und JPG fast identisch (gleicher Punkt für Weißabgleich). Dies liegt daran, dass hier die JPG-Datei in der Kamera ebenfalls im Adobe RGB-Farbraum (Fine) gespeichert wurde. Lediglich die Reserven für den Kontrast, das Schärfen und Entrauschen sind beim RAW-Format deut- lich größer, weshalb beim JPG-Foto eine aufwändigere Bearbeitung für ein vergleich- bares Ergebnis (z. Bsp. Details im Fels) erforderlich wäre. Nähere Infos: hier Beim ursprünglichen Kamera-JPG-Bild sieht man deutlich, warum im Normalfall, wenn im Workflow keine explizite Konvertierung der JPG-Datei vom AdobeRGB- in den sRGB- Farbraum erfolgt, generell bei der Kamera der Farbraum sRGB verwendet werden sollte (wenn man nicht explizit originale JPG-Dateien im AdobeRGB-Farbraum liefern muss). Diese Einstellung hat keinen Einfluss auf die RAW-Dateien; aber ohne die o. a. Konver- tierung wirken diese JPG-Bilder aus der Kamera auf Monitoren ohne AdobeRGB kraftlos.

Mein persönliches Fazit

Die qualitativen Unterschiede bei der RAW-Entwicklung zwischen Capture NX, DxO PhotoLab und Lightroom sind aus meiner Sicht vernachlässigbar, denn bei allen Tools können die Parameter so flexibel angepasst werden, dass jeweilsein optimales Ergebnis erstellt werden kann. Auch die Kombination der Tools, zum Beispiel meine Lieblingskom- bination DXO PhotoLab + Lightroom, wird sich beim optimalen Ergebnis nicht deutlich abheben. Der aus meiner Sicht entscheidende Unterschied ist die Schnelligkeit und die Sicherheit, mit der sich eine dem optimalen Ergebnis annähernde Entwicklung erreichen lässt. Und das ist für mich die Kombination aus DxO PhotoLab (nur Objektivkorrekturen = Preset DxO Standard + DxO Smart Lightning-Punktuell) und Lightroom (Tonwert, Präsenz, Schärfen und ggf. Transformation). Mit diesen wenigen Klicks erreiche ich fast immer ein meinen Erwartungen entsprechendes Ergebnis, für das ich bei den anderen Alternativen mit Ausnahme vom Lightroom je Bild mehrere Minuten brauche.

Themen

Aktuelle Tools für die RAW-Bearbeitung von Fotos
Auch bei der Einschätzung des geeigneten Tools für die RAW-Entwicklung gibt es nicht die eine richtige Empfehlung. Grundsätzlich sollte man eigentlich das beste Ergebnis erreichen, wenn man den RAW-Konverter des Herstellers der Kamera nutzt, denn nur diesem sind alle Geheimnisse des jeweiligen RAW-Formats und die Eigenheiten der Kameras und des Objektivs bekannt. Aber spätestens, wenn man Fremdobjektive ein- setzt, passt der Grundsatz nicht mehr so ganz. Ich persönlich habe mehrere Wege für meine Nikon-Kameras D80, D7100 und P7700 getestet (Wichtig: Es gibt noch weitere sehr gute Tools, die ich noch nicht genutzt habe.):

1. Herstellersoftware, hier Nikon Capture NX-D

In den Anfängen konnte ich die besten Ergebnisse erreichen, wenn ich die RAW-Dateien meiner Nikon D80 1:1 mit dem beigefügten Nikon-Tool (Capture NX) ins TIFF-Format umwandelte und die weitere Bearbeitung in Lightroom startete. In schwierigen Fällen (starke Unter- oder Überbelichtung) habe ich auch öfters erste Korrekturen im Herstel- lertool vorgenommen.

2. Adobe® Photoshop Lightroom 6 und Lightroom CC

Mit dem Einsatz der D7100 und der P7700 änderte ich das Vorgehen. Die D7100 macht standardmäßig so gute Aufnahmen, dass ich im Normalfall nur wenige standardisier- bare Anpassungen vornehmen muss (Preset „Kamera-Portrait“ oder „Kamera-Land- schaft“ mit Korrektur der gewollten Unterbelichtung und jeweilige RAW-Vorschärfung). Die P7700 ist eher das Gegenteil: Sie macht auch sehr gute Fotos, aber der Aufwand für die Nachbearbeitung ist deutlich größer und nur eingeschränkter standardisierbar. Da ich mit dem Entwicklungsschritt „Capture-Umwandlung in TIFF“ in der Regel keine bessere Ergebnisse mehr erreichte, öffnete ich seitdem die NEF-Dateien direkt in Lightroom.

3. DXO PhotoLab Elite und Adobe® Photoshop Lightroom

Aktuell nutze ich für beide Kameras für die initiale RAW-Entwicklung das Tool DXO- PhotoLab Elite. Die Ergebnisse übergebe ich mit der DXO-PhotoLab-Funktion „Export nach Lightroom“ als DNG-Datei. Hier sind für mich 2 Vorteile ausschlaggebend: Qualitätsverbesserungen Die Korrektur der Objektivfehler meines Standardzooms bzw. des eingebauten Zooms meiner Kompaktkamera, die hervorragende RAW-Rauschminderung und die „punktuelle Smart Lightning“ - Korrektur von PhotoLab. Wichtig: In diesem Schritt nutze ich nur das DxO-Standard-Presets. (DXO-ViewPoint etc. nutze ich erst später im Workflow.) Geschwindigkeitsvorteile Wegen des deutlich schnelleren Lesens und des nicht-destruktiven Vorentwickelns der RAW-Dateien führe ich mit PhotoLab die Vorauswahl und grobe Bewertung meiner Bilder durch. Auch reduziere ich so die Anzahl der in die Lightroom-Biblio- theken zu übernehmenden Bilder, was zusätzliche Performance-Gewinne zur Folge hat.

4. Skylum Luminar 2018

Ich persönlich komme bei meinen Nikons mit der RAW-Entwicklung der beliebten Soft- ware nicht so gut klar. Natürlich sind die Ergebnisse des aus der MAC-Welt stammen- den Tools sehr gut, aber die Adobe-Tools und Photolab sind meiner Meinung nach noch einen Tick besser. Aber für schnelle Facebook- oder typische Instagram-Bilder nutze ich Luminar sehr gerne.

5. Adobe® Photoshop CC / Serif Affinity Photo

Bilder meiner Freunde und Bekannten, die ich nicht katalogisieren will, bearbeite ich auch oft direkt mit Photoshop oder Affinity Photo. Dabei ist die Qualität der RAW-Ent- wicklung bei Photoshop und Bridge identisch mit Lightroom und bei Affinity Photo in schwierigen Situationen leider noch schlechter, aber dafür habe ich das Tool auch nicht gekauft. Da ich kein Profi-Fotograf bin, arbeite ich im Rahmen der Nachbearbeitung der Bilder in Lightroom (über TIFF-Format) immer öfter mit dem aus der MAC-Welt stam- menden Affinity Photo.

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Das nebenstehende Bild (D7100, ISO-400, Blende F/6.3, Brennweite 170mm, Automatik mit Messmodus Mehrfeld) zeigt einen dunsti- gen, kontrastarmen Blick von Bardolino über den Gardasee Richtung Südwest. Als JPG-Bild hätte ich es wahrscheinlich gelöscht, denn in Natura war der Blick nicht so kontrastarm und wärmer. Daher habe ich es als Testbild ausgewählt und es mit den o. a. Programmen entwickelt. Den Weißabgleich habe bei allen Bildern mit der Pipette am Schiffsrumpf durchgeführt. Für jede Entwicklung habe ich mir je Bild maximal 60 Sekunden zugestanden, bei Luminar und AffinityPhoto 180 Sekunden, weil ich dort kaum RAW-Bilder entwickle. Mein Testergebnis (Ausschnittsvergrößerung des verlinkten Bildes: 64%):
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Teleaufnahme mit Nikon-Zoomobjektiv DX 18-200mm 1:3,5-5,6
Bei einer Ausschnittsvergrößerung von 100% würde der Qualitätsvorsprung der Stan- dardentwicklung von DXO-PhotoLab und der Adobe-Tools insbesondere in der Detail- treue noch viel deutlicher, aber eine 1:1-Darstellung ist ja nicht das Ziel. Aber auch bei den lokalen Nachbearbeitungen sind die Leistungsreserven dieser Tools durch die hochwertige RAW-Entwicklung deutlich größer. Durch gezielte Korrekturen kann man in allen Tools das Ergebnis noch erheblich ver- bessern und der Unterschied würde vielleicht geringer ausfallen. Aber dann wird der Bearbeitungsaufwand sehr viel größer, denn zum Beispiel bei der Aufhellung von Schatten und im Farbkontrast zeigen sich hier erhebliche Leistungsunterschiede.

Ein paar Anmerkungen zur Entwicklung von JPG-Dateien:

Im obrigen Fall sind die Farbwerte der Lightroom-Entwicklung für RAW- und JPG fast identisch (gleicher Punkt für Weißabgleich). Dies liegt daran, dass hier die JPG-Datei in der Kamera ebenfalls im Adobe RGB-Farbraum (Fine) gespeichert wurde. Lediglich die Reserven für den Kontrast, das Schärfen und Entrauschen sind beim RAW-Format deut- lich größer, weshalb beim JPG-Foto eine aufwändigere Bearbeitung für ein vergleich- bares Ergebnis (z. Bsp. Details im Fels) erforderlich wäre. Nähere Infos: hier Beim ursprünglichen Kamera-JPG-Bild sieht man deutlich, warum im Normalfall, wenn im Workflow keine explizite Konvertierung der JPG-Datei vom AdobeRGB- in den sRGB- Farbraum erfolgt, generell bei der Kamera der Farbraum sRGB verwendet werden sollte (wenn man nicht explizit originale JPG-Dateien im AdobeRGB-Farbraum liefern muss). Diese Einstellung hat keinen Einfluss auf die RAW-Dateien; aber ohne die o. a. Konver- tierung wirken diese JPG-Bilder aus der Kamera auf Monitoren ohne AdobeRGB kraftlos.

Mein persönliches Fazit

Die qualitativen Unterschiede bei der RAW-Entwicklung zwischen Capture NX, DxO PhotoLab und Lightroom sind aus meiner Sicht vernachlässigbar, denn bei allen Tools können die Parameter so flexibel angepasst werden, dass jeweilsein optimales Ergebnis erstellt werden kann. Auch die Kombination der Tools, zum Beispiel meine Lieblingskom- bination DXO PhotoLab + Lightroom, wird sich beim optimalen Ergebnis nicht deutlich abheben. Der aus meiner Sicht entscheidende Unterschied ist die Schnelligkeit und die Sicherheit, mit der sich eine dem optimalen Ergebnis annähernde Entwicklung erreichen lässt. Und das ist für mich die Kombination aus DxO PhotoLab (nur Objektivkorrekturen = Preset DxO Standard + DxO Smart Lightning-Punktuell) und Lightroom (Tonwert, Präsenz, Schärfen und ggf. Transformation). Mit diesen wenigen Klicks erreiche ich fast immer ein meinen Erwartungen entsprechendes Ergebnis, für das ich bei den anderen Alternativen mit Ausnahme vom Lightroom je Bild mehrere Minuten brauche.
Aktuelle Tools für die RAW-Bearbeitung von Fotos
Auch bei der Einschätzung des geeigneten Tools für die RAW-Entwicklung gibt es nicht die eine richtige Empfehlung. Grundsätzlich sollte man eigentlich das beste Ergebnis errei- chen, wenn man den RAW-Konverter des Herstellers der Kamera nutzt, denn nur diesem sind alle Geheimnisse des jeweiligen RAW-Formats und die Eigenheiten der Kameras und des Objektivs bekannt. Aber spätestens, wenn man Fremdobjektive einsetzt, passt der Grundsatz nicht mehr so ganz. Ich persönlich habe mehrere Wege für meine Nikon- Kameras D80, D7100 und P7700 getestet (Wichtig: Es gibt noch weitere sehr gute Tools, die ich noch nicht genutzt habe.):

1. Herstellersoftware, hier Nikon Capture NX-D

In den Anfängen konnte ich die besten Ergebnisse erreichen, wenn ich die RAW-Dateien meiner Nikon D80 1:1 mit dem beigefügten Nikon-Tool (Capture NX) ins TIFF-Format umwandelte und die weitere Bearbeitung in Lightroom startete. In schwierigen Fällen (starke Unter- oder Überbelichtung) habe ich auch öfters erste Korrekturen im Hersteller- tool vorgenommen.

2. Adobe® Photoshop Lightroom 6 und Lightroom CC

Mit dem Einsatz der D7100 und der P7700 änderte ich das Vorgehen. Die D7100 macht standardmäßig so gute Aufnahmen, dass ich im Normalfall nur wenige standardisierbare Anpassungen vornehmen muss (Preset „Kamera-Portrait“ oder „Kamera-Landschaft“ mit Korrektur der gewollten Unterbelichtung und jeweilige RAW-Vorschärfung). Die P7700 ist eher das Gegenteil: Sie macht auch sehr gute Fotos, aber der Aufwand für die Nachbear- beitung ist deutlich größer und nur eingeschränkter standardisierbar. Da ich mit dem Entwicklungsschritt „Capture-Umwandlung in TIFF“ in der Regel keine bessere Ergebnisse mehr erreichte, öffnete ich seitdem die NEF-Dateien direkt in Lightroom.

3. DXO PhotoLab Elite und Adobe® Photoshop Lightroom

Aktuell nutze ich für beide Kameras für die initiale RAW-Entwicklung das Tool DXO- PhotoLab Elite. Die Ergebnisse übergebe ich mit der DXO-PhotoLab-Funktion „Export nach Lightroom“ als DNG-Datei. Hier sind für mich 2 Vorteile ausschlaggebend: Qualitätsverbesserungen Die Korrektur der Objektivfehler meines Standardzooms bzw. des eingebauten Zooms meiner Kompaktkamera, die hervorragende RAW-Rauschminderung und die „punktuelle Smart Lightning“ - Korrektur von PhotoLab. Wichtig: In diesem Schritt nutze ich nur das DxO-Standard-Presets. (DXO-ViewPoint etc. nutze ich erst später im Workflow.) Geschwindigkeitsvorteile Wegen des deutlich schnelleren Lesens und des nicht-destruktiven Vorentwickelns der RAW-Dateien führe ich mit PhotoLab die Vorauswahl und grobe Bewertung mei- ner Bilder durch. Auch reduziere ich so die Anzahl der in die Lightroom-Bibliotheken zu übernehmenden Bilder, was zusätzliche Performance-Gewinne zur Folge hat.

4. Skylum Luminar 2018

Ich persönlich komme bei meinen Nikons mit der RAW-Entwicklung der beliebten Soft- ware nicht so gut klar. Natürlich sind die Ergebnisse des aus der MAC-Welt stammenden Tools sehr gut, aber die Adobe-Tools und Photolab sind meiner Meinung nach noch einen Tick besser. Aber für schnelle Facebook- oder typische Instagram-Bilder nutze ich Luminar sehr gerne.

5. Adobe® Photoshop CC / Serif Affinity Photo

Bilder meiner Freunde und Bekannten, die ich nicht katalogisieren will, bearbeite ich auch oft direkt mit Photoshop oder Affinity Photo. Dabei ist die Qualität der RAW-Ent- wicklung bei Photoshop und Bridge identisch mit Lightroom und bei Affinity Photo in schwierigen Situationen leider noch schlechter, aber dafür habe ich das Tool auch nicht gekauft. Da ich kein Profi-Fotograf bin, arbeite ich im Rahmen der Nachbearbeitung der Bilder in Lightroom (über TIFF-Format) immer öfter mit dem aus der MAC-Welt stammen- den Affinity Photo.